2014 bereits 250.000 Touristen in der Westhoek

Seit Jahresanfang haben bereits rund 250.000 Touristen die ehemaligen Schlachtfelder des Ersten Weltkriegs in der Provinz Westflandern besucht. Nach Angaben des regionalen Fremdenverkehrsamtes Westtoer ist das ein Anstieg um etwa 70 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2013.

Westtoer geht davon aus, im Zuge des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Großen Krieges bis zu 700.000 Gäste alleine im laufenden Jahr begrüßen zu können. Die Gedenkfeiern und die dazu gehörenden Sonderveranstaltungen und -ausstellungen lassen Westtoer bis Ende 2018 auf bis zu 3 Mio. Besucher aus dem In- und Ausland hoffen.

Westtoer hatte in den ersten sechs Monaten des Jahres die Besucher an 10 verschiedenen Standorten, an denen der Erste Weltkrieg eine Rolle spielt, zählen lassen. Dabei waren sechs Museen und vier Soldatenfriedhöfe. Die meisten Touristen besuchten den britischen Soldatenfriedhof Tyne Cot Cementary (Foto oben) - rund 180.000 an der Zahl. Das vor kurzem wiedereröffnete Memorial Museum Paschendaele in Zonnebeke konnte den größten Zuwachs verzeichnen. Hier kamen 162 % mehr Besucher als letztes Jahr - insgesamt 64.000.

Präzise Erhebungen, woher die Besucher kommen, müssen noch angefertigt werden, doch schon jetzt scheint deutlich zu sein, dass die allermeisten Besucher aus der eigenen Region kommen. Die Flamen scheinen sich für diesen Punkt aus der eigenen Geschichte wieder zu interessieren. Dafür sorgt eine erhebliche Medienaufmerksamkeit aus Anlass der 100. Wiederkehr des Kriegsausbruchs und TV-Serien, wie „In Flanderns Feldern“. Nicht zuletzt trägt auch das schöne Wetter der letzten Wochen und Monate zu diesen Besucherzahlen bei, denn für einen Tagesausflug in die Westhoek reicht es allemal.