Die Arbeitslosigkeit in Flandern steigt weiter an

Die Zahl der Arbeitsuchenden ohne Anstellung ist im belgischen Bundesland Flandern im Juni um 6,1 % gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Nach Angaben des flämischen Arbeitsamtes VDAB ging die Jugendarbeitslosigkeit im vergangenen Monat allerdings um 3 % zurück.

Flandern zählte Ende Juni 219.576 nicht-arbeitende Arbeitslose. Während die Jugendarbeitslosigkeit weiter abnimmt, steigt die Quote bei den über-50-Jährigen wieder und zwar um 12,5 %. Dies liegt aber nicht an weiterem Druck auf dem Arbeitsmarkt in dieser Hinsicht, sondern an einem neuen Verfahren durch die Anhebung der Altersgrenze auf 60 Jahre bei der maximalen Freistellung im Bereich Vorruhestand. Dieser Personenkreis muss sich nicht mehr als Arbeitsuchende melden.

Auffallend ist auch, dass die Arbeitslosenquote bei Akademikern und anderen hoch ausgebildeten Kräften steigt. Dies ist nach Ansicht des flämischen Arbeitsamtes VDAB auf den hapernden Arbeitsplatzmotor in den Bereichen Dienstleistung und Information zurückzuführen.

Haushaltsengpässe sorgen dafür, dass die Behörden der öffentlichen Hand und auch der Pflegebereich derzeit nur in geringem Maße freie stellen anbieten. Hinzu kommt, dass die Arbeitnehmer aufgrund der Rentenreform länger im Dienst bleiben, was wiederum für eine verlangsamte Fluktuation der Beschäftigten in den Unternehmen sorgt.