Höhenflug der Passagierzahlen am Brüsseler Flughafen

Der Brüsseler Flughafen von Zaventem hat für den Zeitraum der ersten sechs Monate dieses Jahres bereits 10 Millionen Passagiere registriert. Das ist eine Zunahme um 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Seitdem sich die Billigfluggesellschaft Ryanair am Brüsseler Flughafen Ende Februar niedergelassen hat, haben auch die Passagierzahlen stark zugenommen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, bricht der Flughafen seinen eigenen Rekord von 2000 - dem Höhepunkt zu Zeiten von Sabena.

Auffallend ist, dass die anderen Fluggesellschaften keine Passagiere wegen Ryanair verlieren, betont Arnaud Feist, CEO des Brüsseler Flughafens.

"Was wir auch feststellen ist, dass kein Kanibalismus zwischen Ryan Air und den anderen Fluggesellschaften statt findet. Es ist ein sehr wichtiger Aspekt, dass wir dafür sorgen können, dass die anderen Fluggesellschaften weiter wachsen", so Feist.

Um jedoch den Flughafen weiter zu entwickeln und den Anwohnern gleichzeitig Sicherheit zu bieten, muss eine Regelung für mehrere Diskussionspunkte gefunden werden, meint Feist noch.

Hierbei geht es vor allem auch um die Flugstrecken - eine föderale Kompetenz - und die Geräuschnormen - eine Befugnis der Regionen. 

"Das ist manchmal sehr schwierig, weil der juristische Rahmen nicht eindeutig ist. Die Flugzeuge fliegen auf Anweisungen von Belgocontrol ab, also einer föderalen Behörde und dann bekommen sie vielleicht ein Bußbescheid der Brüsseler Region und einige Tage später einen, weil sie über der Brüsseler Region geflogen sind."

Belgocontrol, die Einrichtung, die den Flugraum verwaltet, plädierte vor einige Tagen ebenfalls für so ein Fluggesetz.

Mehr Umsatz, aber weniger Gewinn

Auffällig ist, dass der Brüsseler Flughafen zwar letztes Jahr mehr Umsatz machte, aber weniger Gewinn.

Brussels Airport hat letztes Jahr 47,5 Millionen Euro Gewinn gemacht. Das ist ein Rückgang um 2,2 Prozent, obwohl der Umsatz mit 3,7 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor stieg. Die Erklärung sei unter anderem bei größeren Investitionen zu suchen, jetzt da die Krise in der Luftfahrtgesellschaft vorüber sei.