Niederlande und Belgien beraten über Syrienkämpfer

Im niederländischen Delft findet am Dienstagabend ein Treffen zwischen verschiedenen niederländischen und belgischen Bürgermeistern statt. Sie beraten über das Problem der zurückkehrenden Syrienkämpfer und Dschihadanhänger.

Auf belgischer Seite haben Bart De Wever (Antwerpen), Bart Somers (Mechelen) und Hans Bonte (Vilvoorde) ihre Anwesenheit wie sie selbst sagen bestätigt. 

Die Bürgermeister wollen ihre Erfahrungen untereinander und mit dem nationalen Koordinator für Terrorismusbekämpfung und Sicherheit der Niederlande, Dick Schoof, austauschen.

Ähnlich wie in unserem Land sind auch in den Niederlanden in den vergangenen zwei Jahren viele Jugendliche nach Syrien und in den Irak aufgebrochen, um dort zu kämpfen. 

Insgesamt sollen bereits 130 Personen zum Kampf aufgebrochen sein, darunter sind mindestens 14 getötet worden. 30 Kämpfer sind inzwischen in die Niederlande zurückgekehrt. Dort stellten sie laut Schoof und dem Chef des Geheimdienstes, Rob Bertholee, ein Risiko für die Sicherheit dar. 

De Wever, Somers und Bonte stehen schon seit letztem Jahr bezüglicher aufbrechender und zurückkehrender Syrienkämpfer miteinander in Verbindung und haben eine Art Handbuch für Organisationen und entsprechende öffentliche Einrichtungen erstellt, damit Jugendliche, die sich radikalisieren, erkannt werden können und damit dagegen vorgegangen werden kann.

Die Bürgermeister werden jetzt ihre Beobachtungen ihren niederländischen Kollegen aus unter anderem Amsterdam, Rotterdam, Den Haag, Arnhem, Leiden, Zoetermeer und Delft mitteilen. "Es macht mich zumindest froh, dass das Problem endlich stets ernster genommen wird", so Bonte am Montag in einer ersten Reaktion.