Zerschlagung eines Bitcoin-Handels

Erstmals in Europa hat die Polizei vergangene Woche den Handel mit Bitcoins in Frankreich zerschlagen. Sie hat in diesem Fall drei Personen befragt und Hausdurchsuchungen in Cannes, Nizza, Toulouse und Brüssel durchgeführt, wo einer der Verdächtigen ein Haus besitzt.
AP2013

Die Razzia hat der Polizei ermöglicht, der Aktivität auf einer "nicht legalen" Internetplattform zum Wechsel von Bitcoins ein Ende zu bereiten, hieß es auf einer Pressekonferenz im französischen Foix. Dort befindet sich die Untersuchungsrichterin.

Der Betreiber der Internetseite, ein 27-jähriger Tunesier, der bereits wegen organisierten Betruges veruteilt wurde, wird unter anderem wegen der illegalen Ausübung des Banker-Berufes, Geldwäsche und illegalen Angebots von Onlinespielen verfolgt.

Gegen seinen mutmaßlichen Komplizen, einen 36-jährigen Franzosen, der als "Lieferant der Bitcoins" gilt, ist ein Verfahren wegen illegaler Ausübung des Bankkaufmann-Berufes eingeleitet worden. Bei den Hausdurchsuchungen haben die Fahnder "Portefeuilles" mit 388 Bitcoins im Wert von 200.000 Euro beschlagnahmt.

Die Polizei hat die Seite geschlossen und gleichzeitig auch ein Online Casino-Projekt beendet.

Zwischen November 2013 und Juli 2014 sind 2.750 Transaktionen auf dieser Interseite registriert worden mit einem Wert von über einer Millionen Euro, die hohe Gewinne erzielt haben.

Der Bitcoin, der derzeit gegen 460 Euro gewechselt werden kann, wird zunehmend dazu verwendet, Güter und Dienstleistungen zu kaufen, vor allem bei bestimmten Internetgeschäften.

Finger weg von Bitcoins!

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) rät den Finanzeinrichtungen unterdessen, vorläufig ihre Finger von  virtuellen Münzen wie Bitcoins zu lassen. Es gebe jedenfalls noch keine gesetzgeberischen Rahmen für den Handel mit dergleichen Bezahlmitteln.