Belgien soll BNP-Paribas-Aktien verkaufen

Der scheidende Staatssekretär für Betrugsbekämpfung John Crombez plädiert dafür, dass Belgien seine Anteile an BNP-Paribas verkauft. BNP-Paribas muss in den Vereinigten Staaten ein Bußgeld in Höhe von 6 Milliarden Euro bezahlen. Der Bank werden Transaktionen mit verdächtigen Regimen wie mit dem Sudan vorgeworfen.

Der flämische Sozialist Crombez findet, dass Belgien keinen Grund habe, um weiterhin Aktionär zu bleiben.

Der belgische Staat ist der größte Anteilseigner  von BNP-Paribas. Belgien hält über 10 Prozent der Aktien.

Auch viele andere politische Parteien wollen, dass Belgien seine Anteile an der französischen Großbank BNP Paribas abstößt. So unterstützen die flämischen Grünen Groen, die flämischen Nationalisten von der N-VA und die flämischen Liberalen von der Open VLD den Appell von Crombez.

Open VLD-Parlamentarier Luk Van Biesen unterstreicht: "Die müssen so schnell wie möglich abgestoßen werden und das natürlich zum bestmöglichen Preis. Das muss jetzt aber erst einmal untersucht werden und deshalb ist es nützlich, dass wir unsere Ansichten im Parlament ändern und hierfür einen eindeutigen Termin festlegen."

Der N-VA-Parlamentarier Peter Dedecker findet, dass unser Land die Aktien nicht voreilig verkaufen dürfe.

Der scheidende Finanzminister Koen Geens betont wiederum, dass die Aufgabe des Staates nicht sei, Aktionär zu bleiben. Ein Verkauf müsse aber in einem ruhigen Klima erfolgen und durch eine Regierung, die über all ihre Befugnisse verfüge.