Regen: Parks geschlossen, Pfadfinderlager geräumt

Der seit Tagen anhaltende Dauerregen sorgt in Belgien Probleme in Sachen Freizeitgestaltung. Im ganzen Land werden Pfadfinder- oder Sportlager abgebrochen und sogar große Freizeitparks schließen aus Vorsicht zeitweise ihre Anlagen. Dauerregen und Stürme trüben derzeit jedes Sommervergnügen. Der Regen soll bis zum Ende des Wochenendes andauern. Die meisten Open Air-Events fallen wohl regelrecht ins Wasser.

In der Nacht zum Donnerstag evakuierte die Feuerwehr im Badeort De Haan ein Surf- und Skatelager mit rund 30 Teilnehmern. Der Sturm, der von Seeseite her heftigen Regen brachte, war zu stark und die Gemeinde wollte auf Nummer sicher gehen. Die Kinder und ihre Begleiter kamen in einem Ferienheim in De Haan unter.

Nicht viel besser erging es am Mittwoch und in der vergangenen Nacht dutzenden Pfadfinderlagern in den Provinzen Lüttich, Namür und Luxemburg. In Plainevaux in der Provinz Lüttich zogen am Mittwochabend Scouts aus ihren Zelten in eine nahegelegene Scheune um. Ihr Lager befand sich am Ufer eines kleinen Flüsschens, das über die Ufer getreten war. So erging es in den Provinzen Lüttich, Namür und Luxemburg vielen Lagern.

Auch in den traditionellen Lagerregionen in der flämischen Provinz Limburg wurden Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Doch vorerst bleiben die dortigen Wasserläufe in ihren Bettungen. Aber, die Pfadfinder ziehen Gräben um ihre Zelte, damit Wasser zur Not dort ablaufen kann. In der gesamten Provinz Limburg wird befürchtet, dass die Wasserläufe sowie Seen und Teiche über die Ufer treten werden.

Freizeitparks und Sommeranlagen müssen schließen

Der „Beachclub Baouzza“ auf dem Gelände der limburgischen Universität Hasselt-Diepenbeek musste aufgrund heftigen Regens geschlossen werden. Die Anlage ist seit Mittwochnachmittag völlig von Wasser eingeschlossen. Falls es in den kommenden Stunden und Tagen so weiterregnet, wird das Wasser wohl auch in die Pavillons laufen.

Die großen belgischen Freizeitparks, wie Walibi (Foto) in Wallonisch-Brabant oder Plopsa Coo in der Provinz Lüttich, haben ebenfalls Bedenken. Walibi war am Mittwoch zum ersten Mal seit Bestehen der Anlage geschlossen, weil die Verwaltung der Ansicht war, die Besucher würden ihren Aufenthalt in diesen heftigen Dauerregen nicht genießen können. Plopsa Coo wiederum öffnete gar nicht erst. Hier wurden Sicherheitsbedenken angegeben, denn verschiedene Attraktionen können im Regen nicht sicher funktionieren und der Park liegt am Ufer der Ourthe und droht überzulaufen.

Die Veranstalter der vielen Open Air-, Musik- und Stadtfeste, die für das kommende Wochenende in ganz Belgien geplant sind, befürchten das Schlimmste. Aller Voraussicht nach werden wohl nicht viele Besucher in diesem Dauerregen auftauchen, es sei denn, sie haben Tickets im Vorverkauf erworben…