Elia warnt. Drohen im Winter Stromausfälle?

Elia, der Betreiber des belgischen Stromnetzes, befürchtet weiter, dass in den kommenden Wintern in unserem Land zeitweise die Lichter ausgehen können. Mit Regelmäßigkeit warnt Elia vor solchen Zuständen, zumal die beiden Kernreaktoren Doel 3 und Tihange 2 wohl auf Dauer abgeschaltet bleiben.

Nach Berechnungen von Elia ist im Winter 2015-2016 eine Reserve zwischen 1.200 und 2.200 Megawatt Elektrizität notwendig, um die Energie garantieren zu können. Für die Zeitspanne 2016-2017 seien zwischen 1.300 und 2.300 MW notwendig, so der belgische Stromnetzbetreiber. Andernfalls drohen in diesen Wintermonaten zeitweise Stromknappheit bzw. Stromausfälle. Elia ist der Ansicht, dass Lösungen gefordert seien, zumal die beiden Problem-Reaktoren Tihange 2 (Lüttich) und Doel 3 (Antwerpen) wegen ihrer Schäden (Haarrisse) in den Reaktorummantelungen wohl kaum wieder hochgefahren werden können.

Belgiens scheidender Staatssekretär für Energie, Melchior Wathelet (CDH), hatte den Stromproduzenten im Land den Auftrag gegeben, während drei Jahren eine Reserve von jährlich 800 MW anzulegen. Doch in den Augen von Elia kann das nicht reichen. Elia und auch andere Konzerne, die zum Energiesektor in Belgien gehören, warnen nicht erst seit gestern vor Stromausfällen durch Kapazitätsmangel durch den (verschobenen) Atomausstieg und durch abgeschaltete Kernreaktoren aus Sicherheitsgründen.