Wieder sehr heftige Unwetter über Belgien

In der Nacht zum Freitag wurde Belgien einmal mehr von schweren Unwettern heimgesucht. Am schwersten waren die Antwerpener Region und das Brüsseler Umland davon betroffen, doch auch in anderen Landesteilen hatte die Feuerwehr in der Nacht alle Hände voll zu tun, um die vielen vollgelaufenen Keller leer zu pumpen.

In der Nacht zum Freitag wurde Belgien einmal mehr von schweren Unwettern heimgesucht. Am schwersten waren die Antwerpener Region und das Brüsseler Umland davon betroffen, doch auch in anderen Landesteilen hatte die Feuerwehr in der Nacht alle Hände voll zu tun, um die vielen vollgelaufenen Keller leer zu pumpen.

In den vergangenen Tagen hat es in Belgien so viel geregnet, wie normalerweise innerhalb eines gesamten Monats und ein Ende dieses bescheidenen Wetters ist nicht vor dem Ende des anstehenden Wochenende abzusehen. Das bedeutet, dass die Pegelstände der Flüsse und Kanäle und auch von Seen und Teichen weiter steigen.

Zu allem Überfluss gesellte sich zu dem Dauerregen noch ein schweres Unwetter, dass in der Nacht zum Freitag fast ganz Belgien heimsuchte. Der Süden der Region Antwerpen, das Brüsseler Umland und auch die flämischen Provinzen Flämisch-Brabant und Limburg wurden in der Nacht von schweren Stürmen heimgesucht. In Mortsel bei Antwerpen wurden innerhalb von nur einer halben Stunde 25 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen.

In Brüssel liefen einige Tunnel des Innenstadtrings voll und mussten zeitweise gesperrt werden. Aber auch an der belgischen Nordseeküste sorgte heftiger Regen für Probleme. Im Badeort Nieuwpoort wurde ein Campingplatz, auf dem vor allem feste Wohnwagen stehen, völlig überschwemmt (kleines Foto). Eine Landstraße zwischen Nieuwpoort und Oostduinkerke musste gesperrt werden, weil sie ebenfalls überschwemmt wurde.

Provinz Lüttich

Im Eupener Land im deutschsprachigen Ostbelgien musste die Feuerwehr ebenfalls mehrere dutzend Male ausrücken. Auch hier hatte ein heftiger lokaler Gewittersturm für überschwemmte Keller gesorgt. Ganze Straßenzüge und viele Wiesen wurden durch die Regenmassen zu kleinen Seen, wie die deutschsprachige Tageszeitung Grenzecho aus Eupen dazu meldete.

In Lüttich sorgte ein Unwetter für große Probleme am Regionalflughafen Bierset. Ryanair-Flüge mussten nach Charleroi umgeleitet werden und 11 Flugzeuge der Cargo-Gesellschaft konnten dort nicht landen und flogen in Richtung Brussels Airport und Zaventem oder nach Köln weiter.