Trotz baldiger Schließung: Überstunden bei Ford Genk

Trotz der für Ende 2014 angekündigten definitiven Schließung des Ford-Werks in Genk in der Provinz Limburg bittet die dortige Direktion ihr Personal darum, bald Überstunden zu machen. Damit will das Werk einen Produktionsrückstand auffangen.

Nach Meldungen der flämischen Tageszeitungen Belang Van Limburg und Het Nieuwsblad ist der Produktionsrückstand bei Ford in Genk auf eine Panne in der Lackierstraße zurückzuführen. Doch die Bitte der Direktion an das Noch-Personal des Standorts wird als zynisch empfunden, denn Ende des laufenden Jahres wird der US-Autobauer den belgischen Standort in Genk definitiv schließen.

Inzwischen wurde auch bekannt, wie die beiden oben genannten Tageszeitungen melden, dass die Produktion zwischen Weihnachten und Neujahr weiterlaufen soll. Sogar am 31. Dezember wird dort wohl noch produziert. Das wird dann wohl der letzte „Feiertag“ am einstmals traditionsreichen belgischen Ford-Standort sein.

Das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd meldet dazu, dass auf die Bitte der Direktion, Überstunden zu absolvieren, von Seiten des Personals unterschiedlich aufgefasst wird. Die einen sind der Ansicht, dass sie wie eine Zitrone bis zum letzten Tropfen ausgepresst werden sollen und die anderen freuen sich darüber, vor ihrer Entlassung noch den einen oder anderen Euro dazu verdienen zu können.