Medizinischer Notfallplan bei Nike in Laakdal

Bei Nike in Laakdal in der Provinz Antwerpen ist am Mittwochmorgen Katastrophenalarm gegeben worden. Dutzenden Arbeitern des belgischen Standorts der Sportartikelmarke war schlecht geworden. Zehn von ihnen mussten sogar in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Beim Sportartikelhersteller Nike in Laakdal (Provinz Antwerpen) musste am Mittwochmorgen der medizinische Notfallplan der Provinz eingeleitet werden. Fast 50 Mitarbeiter der Nachtschicht des Standorts hatten sich gegen 4 Uhr früh über akute Atemwegsprobleme und Unwohlsein beklagt.

Daraufhin wurden die Notdienste und die Feuerwehr herbeigerufen, die sofort den medizinischen Notfallplan ausriefen. Zehn der Nike-Arbeiter mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden, wo sie stationär behandelt wurden. Deren Kollegen konnten aber vor Ort versorgt werden.

Messungen der Umgebungsluft ergaben keine Schadstoffe, die solche Probleme hervorrufen könnten. Inzwischen geht die Feuerwehr davon aus, dass vermutlich eine Gaswolke mit chemischen Substanzen aus einem anderen Werk im Industriegebiet Laakdal über die Klimaanlage in die Nike-Hallen eindringen konnte.

Welches Unternehmen dafür verantwortlich sein könnte, blieb in erster Instanz im Unklaren. Am nahegelegenen Standort von Tessenderlo Chemie teilte man formell mit, dass von dort aus keine Gaswolke entwichen sein könne. Sicher ist auch, dass keine Probleme bei Nike selber vorlagen.

Der US-Sportartikelhersteller Nike unterhält in Laakdal ein Vertriebszentrum in dem ständig rund 1.200 Mitarbeiter tätig sind. Die Niederlassung ist ein hochmoderner Vertriebsstandort, der die Produkte der Marke an die Märkte in Europa, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika liefert.