2013: Rund 3.000 Beamte mit Burnout zu Hause

Die Zahl der Beamte der belgischen Regierung, die wegen eines Burnouts zu Hause bleiben, hat sich in wenigen Jahren verdreifacht. Bei knapp 3.000 Funktionären wurde letztes Jahr das Burnout-Syndrom diagnostiziert.

Psychologin Tine Daeseleire versucht mit rund 15 Kollegen das Burnout-Syndrom präventiv zu bekämpfen. 

Sie nennt zwei Hauptursachen für die Krankheit: "Aufgrund der zunehmenden Zahl der Mittel - EMails, Smartphones - werden Menschen mit Nachrichten überschwemmt. Und diejenigen, die nur schwer nein sagen können, sind ständig erreichbar. Außerdem nimmt die Mitbestimmung hinsichtlich einer guten Organisation unserer Arbeit stets ab. Die Gründe sind immer größere Unternehmen und dass wir stets weniger in die Entscheidungen der Organisationen mit einbezogen werden. Die Menschen haben dann auf Dauer das Gefühl, dass sie von ihrer Arbeit beherrscht werden."

"Im Jahr 2008 blieben 852 Personen wegen eines Burnout-Syndroms zu Hause. 2013 befanden sich 2.816 Beamte in so einer Situation", erklärt Coralie Stadsbader von Medex, der medizinischen Verwaltung. "Die Weltgesundheitsorganisation rechnet übrigens damit, dass bis 2020 ein Angestellter von vier mit mentalen Gesundheitsproblemen konfrontiert wird", so Stadsbader noch.

Insgesamt steigen die Abwesenheitszahlen von Beamten der belgischen Regierung jedoch nicht. Die Beamte sind im Durchschnitt 7 Tage von 100 wegen Krankheit abwesend.