MH17: Mindestens 5 Belgier unter den Opfern

Unter den 298 Opfern der Flugkatastrophe Im Osten der Ukraine sind nach Angaben des Außenministeriums in Brüssel mindestens fünf Belgier. Diese Zahl könnte noch steigen, denn noch sind nicht alle Passagiere des Flugs MH17 der Malaysia Airlines zweifelsfrei identifiziert.
AP2014

Belgiens scheidender Außenminister Didier Reynders (MR - kleines Foto) teilte am späten Donnerstagabend im Rahmen einer Pressekonferenz mit, dass mindestens fünf Landsleute unter den Opfern des Flugzeugabsturzes im Osten der Ukraine sind. Eine Person aus Malaysia hatte eine belgische Adresse als Wohnsitz.

Viele der Opfer waren mit dem Flug MH17 auf dem Weg nach Melbourne in Australien, wo am Wochenende eine weltweite Aids-Konferenz stattfinden sollte. Die scheidende belgische Bundesregierung hatte bereits am frühen Donnerstagabend ein Krisenzentrum eingerichtet und sowohl Noch-Premier Elio Di Rupo (PS), als auch Außenminister Reynders sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus.

Auch von Seiten der in Brüssel ansässigen EU- und NATO-Behörden kamen Beileidsbekundungen. Die belgische Regierung fordert unterdessen eine vollständige Aufklärung der Umstände der Katastrophe. Über politische Folgen verlautete zunächst nichts. Angehörige der Opfer aus Belgien können Kontakt mit dem Krisenzentrum des Außenministeriums unter der Nummer 02/501 40 00 aufnehmen.

Beschuldigungen

Mittlerweile scheint immer deutlicher zu werden, dass die Boeing 777 der Malaysia Airlines Opfer eines Raketenabschusses war.

Die Maschine befand sich in rund 10 km Höhe über dem Konfliktgebiet im Osten der Ukraine unweit der russischen Grenze.

VRT-Osteuropa-Korrespondent Jan Balliauw sagte dazu folgendes:

„Wenn das Flugzeug tatsächlich abgeschossen wurde, hat das enorme Folgen, denn dann haben wir eine Internationalisierung des Konflikts, denn jetzt käme es auch zu Opfern aus dem Westen.