Flugzeugabsturz Ukraine: 6 tote Belgier

Die Mitglieder der "Kontaktgruppe", die aus der Ukraine, Russland und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) besteht, hat sich mit den prorussischen Separatisten auf eine Sicherheitszone um den Ort, an dem das Flugzeug der Malaysian Airlines gecrasht ist, geeinigt. Das haben die ukrainischen Sicherheitsdienste am heutigen Samstag gemeldet. Bei dem Crash am Donnerstag sind 298 Menschen ums Leben gekommen. Inzwischen geht man von sechs belgischen Opfern aus, die bei dem Absturz starben.

"In einer Zone von 20 Km rund um den Absturzort soll den ukrainischen Behörden die Möglichkeit gegeben werden, die Leichen zu identifizieren und den Hinterbliebenen zu übergeben", ließ Valentin Naliwaitschenko im ukrainischen Fernsehen wissen.

Das Flugzeug war am niederländischen Flughafen Schiphol abgeflogen und auf dem Weg nach Kuala Lumpur. Inzwischen weiß man, dass die Belgier, die unter den Absturzopfern sind, aus Brasschaat (Provinz Antwerpen), Wetteren (Ostflandern) und Namur (Wallonien) kamen. Eines der Opfer wohnte in Australien, eine andere Person in Groningen. Das hat das Außenministerium bestätigt. Das sechste Opfer besaß eine doppelte Staatsbürgerschaft und soll zu den niederländischen Opfern gezählt worden sein.

Die Opfer aus Brasschaat kamen aus der gleichen Familie, ein Elternpaar mit seinem Sohn. In Brasschaat wurde ein Trauerbuch ausgelegt.

Der scheidende belgische Außenminister Didier Reynders hat den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid bezeugt und daran erinnert, dass eine internationale Untersuchung die Umstände dieser Katastrophe klären müsse.

Am Dienstag, 22. Juli, wird die Katastrophe auch im Minsterrat des Außenministeriums in Brüssel besprochen.