Zwischenfall von Landen sorgt für Zank in der SP.A

Bei den flämischen Sozialisten SP.A wächst die Kritik an dem Vorsitzenden Bruno Tobback. Rund 40 Mitglieder der SP.A haben jetzt einen öffentlichen Brief geschrieben, indem sie die Kommunitkation von Tobback im Hinblick auf den Zwischenfall von Landen scharf kritisieren.

Dort hatte der sozialistische Bürgermeister Gino Debroux mit sehr lauter Musik versucht, Wohnwagenbewohner zu vertreiben.

Der scheidende Staatssekretär für Betrugsbekämpfung John Crombez, der Genter Bürgermeister Daniël Termont und die scheidende Ministerin Freya Vandenbossche halten das Auftreten der Parteispitze in diesem Fall für viel zu lasch und unzureichend. Sie fordern, dass Tobback schnell die Parteibasis einberuft, um diese Frage zu besprechen.

Tobback reagiert jedoch gelassen. Auf der Website der SP.A schreibt er, dass der Zwischenfall in Landen bei der nächsten Parteisitzung selbstverständlich auf dem Terminplan stehe.

Er hat keine Sondersitzung einberufen und bittet, auch die Umstände unter denen der Bürgermeister von Landen, Debroux, gehandelt habe zu bedenken. Die flämische Regierung (in der die SP.A übrigens selbst schon seit über 20 Jahren sitzt) habe es versäumt das Problem der Wohnwagenbewohner anzugehen, schreibt er. Mit dieser Erklärung versucht Tobback, die Kritik zu umgehen.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Tobback kritisiert wird. Sein Stil scheint nicht jedem zu gefallen.

Bürgermeister von Landen hatte Roma mit Krach vertreiben wollen und machte sich zum Gespött

In Landen in der Provinz Flämisch-Brabant hatte Bürgermeister Gino Debroux (SP.A) vergangenen Mittwoch eine außergewöhnliche Maßnahme ergriffen, um ein Wohnwagenlager von Roma zu vertreiben. Er ließ einen DJ stundenlang laute Musik aus Boxen schallen. Doch dafür schlug dem Bürgermeister heftige Kritik aus dem ganzen Land entgegen. Die Kinder der Roma hingegen tanzten zur Musik und die Roma dankten dem Bürgermeister für das "schöne Fest".