Demesmaeker für härteres Auftreten gegen Russland

Der neue britische Außenminister Philip Hammond drängt vor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts auf weitere Sanktionen gegen Russland. Er plädiert dafür, dass noch härter gegen Russland vorgegangen werde. Auch der belgische Europaparlamentarier Mark Demesmaeker von den flämischen Regionalisten N-VA will, dass Europa härter gegenüber Russland auftrete.
BELGA/VERGULT

In zwei Tagen treffen sich die EU-Außenminister. Großbritannien will sich für weitere Sanktionen einsetzen. Es fällt auf, dass sich Europa bislang im abseits gehalten hat. Der belgische Europaparlamentarier Mark Demesmaeker, der sich zur Zeit in der Ukraine aufhält, sagte gegenüber dem VRT-Radio: "Sanktionen wurden bereits verhängt, aber das war zu wenig, zu spät, denke ich. Europa spricht nicht mit einer Sprache. Natürlich verfolgt jedes einzelne der 28 Mitgliedsländer seine eigenen Interessen. Jeder Mitgliedstaat hat also seine Gründe, um zurückhaltend zu sein."

"Es handelt sich um kurzfristige Interessen, aber man vergisst natürlich, dass das langfristig sehr schlimme Folgen haben kann. Ich plädiere deshalb schon länger dafür, echte Sanktionen einzusetzen, um die Ukraine auch echt diplomatisch mit  einer Stimme zu unterstützen", so Demesmaeker noch.

"Mit Sanktionen meine ich kein militärisches Einschreiten oder ähnliches, sondern Wirtschaftssanktionen und das wird kurzfristig in der Tat den Interessen einiger Mitgliedstaaten vielleicht schaden, aber langfristig wird man davon Vorteile haben."

Die Ukraine selbst sagt inzwischen, dass Russland den Rebellen im Osten weiterhin schwere Waffen liefere. Ein ukrainisches Dorf soll zudem in der Nacht zum Sonntag von russischem Territorium aus beschossen worden sein.