König Philippe setzt auf Vertrauen

Einen Tag vor dem Nationalfeiertag hat sich König Philippe in einer Rede, die er in den drei offiziellen Sprachen des Landes, Niederländisch, Französisch und Deutsch, hielt, an sein Volk gewandt. Er sprach die Sorgen und Nöte der Leute an, rief aber auch dazu auf, dass die Bürger ihr Vertrauen nicht verlieren dürften, ein Vertrauen das "schöpferische Kraft" habe. Es war seine erste Ansprache als König zum 21. Juli. Die Ansprache war einige Stunden vor dem Flugzeugabsturz in der Ukraine aufgenommen worden.

Er würdigte die starke Leistung der belgischen Fußballnationalmannschaft, an der man sehen könne, wie wichtig Selbstvertrauen und das Vertrauen eines jeden Spielers in seine Mitspieler und in die Entscheidungen des Trainers sei.
Dasselbe gelte auch für unser Land. Wir könnten stolz auf unsere Gesellschaft sein, und unser Wirtschafts- und Sozialsystem, das auf Respekt, Dialog und Solidarität basiere, sei effizient, denn unser Land habe die Krise besser als andere Länder durchgestanden.

Weiter verlieh der König seinem Wunsch Nachdruck, dass sich alle Regierungen in diesem Land doch bitte schnell an die Arbeit machen möchten und dass sie mit gegenseitigem Vertrauen zusammenarbeiten. Dies gelte sowohl für die föderale Regierung als auch für die der Teilstaaten. "Das wird nötig sein, um die vor kurzem in Kraft getretene Staatsreform umzusetzen, aber auch um weiterhin die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen bewältigen zu können", so der König. Man müsse deshalb auch weiter am Aufbau einer Gesellschaft arbeiten, in der Zusammenarbeit und Vertrauen Hand in Hand gingen.

Dass das belgische Volk das schaffe, davon ist der König überzeugt, und er wünschte den Belgiern, auch im Namen seiner Frau, Königin Mathilde, noch einen schönen Nationalfeiertag.