Absturz über Sahara: Belgier an Bord

Das verschollene Flugzeug der Air Algérie ist nach UN-Angaben über Mali abgestürzt. Wie ein Kommandeur der dortigen UN-Mission, Brigadegeneral Koko Essien, sagte, verunglückte die Maschine im Zentrum des Landes zwischen den Städten Gao und Tessalit. An Bord befand sich auch ein Belgier.

Der Kontakt mit Flug AH5017 war 50 Minuten nach dem Start in Ouagadougou (Burkina Faso) abgerissen. Den letzten Kontakt habe es mit einem Kontrollturm im Niger gegeben.

Neben den 110 Passagieren befanden sich sechs Crew-Mitglieder an Bord von AH5017. Bei ihnen handelt es sich nach Angaben der spanischen Pilotengewerkschaft Sepla um Spanier.

Unter den Passagieren waren zudem 51 französische Staatsbürger, teilte Air Algérie mit. Außerdem stand der Name eines Belgiers auf der Passagierliste. Das hat das Brüsseler Außenministerium bestätigt.

Von den anderen Passagieren stammten 27 Personen aus Burkina Faso, sechs aus Algerien, acht aus dem Libanon, fünf aus Kanada, vier aus Deutschland, zwei aus Luxemburg, sowie zudem jeweils eine Person aus der Schweiz, Ägypten, Nigeria, Kamerun, Mali und der Ukraine.

Es wäre der dritte Verlust in der zivilen Luftfahrt innerhalb weniger Tage: In der vergangenen Woche war erst eine Boeing 777 von Malaysia Airlines – Flug MH17 – mit fast 300 Menschen an Bord über der Ostukraine vermutlich abgeschossen worden. Die ukrainische Regierung verdächtigt prorussische Rebellen hinter der Tat, was diese zurückweisen.

Dann war eine TransAsia-Maschine vom Typ ATR 72-500 mit 54 Passagieren und vier Crew-Mitgliedern bei schlechtem Wetter auf einer Insel in Taiwan abgestürzt. Flug GE222 war vom Flughafen von Kaohsiung im Süden Taiwans zum Magong-Flughafen auf Penghu aufgebrochen.