Bundespräsident Gauck am 4. August in Belgien

Am 4. August besucht Bundespräsident Gauck in den belgischen Städten Lüttich, Löwen und Mons verschiedene Gedenkveranstaltungen zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Vormittags wird er auf Einladung von König Philippe an einer internationalen Gedenkfeier am Alliierten Monument in Lüttich teilnehmen, bei der über 80 Länder vertreten sein werden.

Etwa 20 Staats- und Regierungschefs - darunter das spanische Königspaar sowie der Herzog und die Herzogin von Cambridge - werden aus diesem Anlass nach Lüttich kommen.

Am Nachmittag wird der deutsche Bundespräsident gemeinsam mit dem König Philippe und Königin Mathilde in Löwen zu Gast sein, wo er in der Alten Bibliothek der Universität eine Plakette zum Gedenken an die Zerstörung der Universitätsbibliothek durch die deutschen Soldaten im Ersten Weltkrieg enthüllen wird.

Danach wird Gauck am Martelarenplein (Märtyrerplatz), am Bahnhof von Löwen, der zivilen Opfer des Ersten Weltkriegs gedenken. Löwen gehört zu den belgischen Märtyrerstädten (Foto).

Am Abend des 4. August wird der Bundespräsident auf Einladung der britischen Regierung auf dem Militärfriedhof St. Symphorien bei Mons an der britischen Gedenkveranstaltung auf belgischem Boden zum Beginn des Ersten Weltkriegs teilnehmen.

Neben Belgien, Großbritannien und Deutschland werden dabei auch Frankreich, Irland und Kanada vertreten sein. Der Friedhof von St. Symphorien wurde 1917 von deutschen Truppen für die deutschen und Commonwealth Soldaten angelegt, die bei den Kämpfen um Mons Ende August gefallen waren.