Weniger Verkehrstote, aber nicht in Flandern

Belgienweit hat es noch nie so wenige Verkehrstote gegeben wie im letzten Jahr. Im Vergleich zu 2012 sank die Zahl um 7 % auf 724. Das belegen Statistiken des Wirtschaftsministeriums. Aber nur in der Wallonie und in Brüssel war die Zahl rückläufig, nicht so in Flandern.

Vergangenes Jahr wurden 42.279 Unfälle registriert und dabei kamen 54.691 Verkehrsteilnehmer zu Schaden. 724 Menschen starben innerhalb von 30 Tagen nach einem Unfall.

Im Vergleich zu 2012 sank die Zahl der Verkehrstoten 2013 um 7 Prozent, aber in Flandern blieb die Zahl der Verkehrstoten mit 384 stabil. „Das ist ein besorgniserregender Trend“, findet Verkehrsexperte Werner De Dobbeleer von der flämischen Stiftung Verkehrskunde.

Trendwende

Bei den sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmern – Fußgängern und Radfahrern – bleiben die Zahlen alarmierend. Hier wird seit 2005 eine konstant hohen Anzahl Unfälle mit Todesfolge verzeichnet und ihr prozentueller Anteil in den Statistiken nimmt weiter zu.

Während der ersten Monate von 2014 ist auch wieder eine Zunahme der Verkehrsunfälle mit Todesfolge zu verzeichnen. Schuld könnte hieran paradoxerweise das relativ warme Winter- und Frühlingswetter sein. Weil es kaum Frosttage gab, fuhren manche Autofahrer unvorsichtiger als noch vor einem Jahr.