Außenamt von russischem Spionagevirus befreit

Nach rund drei Monaten ist das belgische Außenamt den russischen Spionagevirus „Snake“ endlich wieder los. Die Diplomaten des Landes und deren Mitarbeiter können nun ihren mobilen Zugang zum Computernetzwerk wieder nutzen.

Am 10. Mai wurde bekannt, dass das Netzwerk des belgischen Auswertigen Amts in einem bisher nicht gekannten Maß von einem Spionagevirus befallen worden war. Die Computer von mehr als 3.100 Diplomaten und ihren Mitarbeitern in der Hauptverwaltung in Brüssel und in den Botschaften mussten deswegen in Quarantäne gesetzt werden.

Der Virus hatte es auf vertrauliche NATO-Dokumente zur Ukrainekrise abgesehen. Aus diesem Grund wurde sofort vermutet, dass Russland hinter dem Virus steckte.

Erst drei Monate nach der Entdeckung des Virus kann das belgische Außenamt nun wieder so arbeiten wie gewohnt. „Bereits im Juni war unser festes Computernetzwerk wieder in Ordnung, aber erst seit letzter Woche ist unser Zugang zum mobilen Netzwerk wieder betriebsfähig“, sagte der Sprecher des Auswertigen Dienstes Hendrik Van de Velde der Zeitung De Tijd.