Warten auf Belgiens Kommissions-Kandidaten

Der neue Vorsitzende der EU-Kommission, der ehemalige luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker, wartet noch stets auf einen belgischen Kandidaten für das Amt eines EU-Kommissars. Eine Koalition besteht zwar bereits in Belgien, doch eine Regierung noch nicht. Alle anderen EU-Länder haben ihre Kandidaten bereits vorgestellt.

Gerade hat Bulgarien als vorletzter EU-Mitgliedsstaat Kristalina Georgieva, die noch-amtierende EU-Kommissarin für Humanitäre Hilfe, nominiert. Sie will Catherine Ashton im Amt der EU-Außenvertreterin folgen. Doch auf einen geeigneten Kandidaten aus Belgien wartet Jean-Claude Juncker noch.

Inzwischen mögen sich zwar die flämischen Christdemokraten CD&V, die flämischen Nationaldemokraten N-VA und die beiden liberalen Parteien MR (frankophon) und Open VLD (flämisch) auf eine so genannte „Schwedische Koalition“ geeinigt haben, doch eine entsprechende Regierung steht noch nicht. Die Verhandlungen verlaufen wohl recht zäh.

Allerdings kursieren gleich drei Namen für ein Amt eines EU-Kommissars aus Belgien: Der derzeitige EU-Handelskommissar Karel De Gucht (Open VLD) möchte sein Amt behalten, die langjährige und erfahrende EU-Abgeordnete Marianne Thyssen (CD&V - kl. Foto) gibt ebenfalls zu erkennen, ein solches Amt bekleiden zu wollen und der scheidende belgische Außenminister Didier Reynders (MR) hat ebenfalls sein Interesse bekundet.