Brussels Airlines passt Westafrikaflüge an

Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines wird ihre Flugpläne in Richtung der von Ebola heimgesuchten westafrikanischen Länder entsprechend anpassen. Diese Maßnahmen erfolgen unter dem Druck des Personals und der Gewerkschaften, denn das BA-Flugpersonal befürchtet Ansteckungen.

In den VRT-Fernsehnachrichten gab eine anonym bleiben wollende Stewardess von Brussels Airlines am Mittwochabend zu verstehen, dass bei ihr und ihren Kollegen Angst davor herrscht, sich in Westafrika mit Ebola anzustecken: „Wir dürfen keine Flüge von Brussels Airlines ablehnen. Das einzige, was wir tun können, ist über ein ärztliches Attest den Antrag auf ‚not fit to fly‘ stellen.“

Das Bordpersonal bei Brussels Airlines muss bei Langstreckenflügen nach Westafrika manchmal zwei bis drei Tage und Nächte vor Ort bleiben, zum Beispiel in Sierra Leone, wo Ebola bereits für viele Opfer gesorgt hat. Auch wenn das Risiko, sich dort anzustecken eher gering ist, machen sich die Mitarbeiter der Fluggesellschaft große Sorgen.

Panik herrsche aber nicht vor, so BA-Sprecher Georges Sciot auf Anfrage der VRT: „Es handelt sich hier um eine präventive Maßnahme. Wir sind auf die Sorgen und Nöte unseres Personals eingegangen.“ Doch auch von Seiten der Gewerkschaften wurde Druck ausgeübt und noch am Mittwochabend wurden Flugpläne angepasst.

Flugzeiten um eine Stunde länger

Die Anpassung der Flugpläne in Richtung Westafrika sieht bei Brussels Airlines einen so genannten „technischen Zwischenstopp“ in Gambia, Senegal oder an der Elfenbeinküste vor, damit die Crews nicht mehr in Sierra Leone oder in Liberia, wo Ebola ebenfalls herrscht, übernachten müssen.

Das allerding sorgt auf dem Hin- und auf dem Rückweg für Flugzeiten, die etwa eine Stunde länger dauern werden. Diese Zeit brauchen die BA-Maschinen zusätzlich, um den Personalwechsel durchführen zu können.