Knokke-Heist kämpft gegen das Bienensterben

Der Badeort Knokke-Heist an der belgischen Nordseeküste hat den Kampf gegen das Bienensterben aufgenommen. Gemeinsam mit dem Unternehmen BeeOdiversity stellte die Stadt in diesen Tagen ein entsprechendes Projekt vor. Viele Nutzpflanzen brauchen Bienen zum Bestäuben und die Stadt Knokke-Heist nimmt ihr Engagement als Umweltschützer sehr ernst.

Bienen sind für die Natur, die uns umgibt, enorm wichtig. Sie bestäuben Pflanzen und sind damit für die Fortpflanzung von Blumen, Obst und Gemüse unbedingt erforderlich. Sie sind zudem Garant für unsere Biodiversität. Nicht weniger als 84 % der in Europa gezüchteten und natürlich wachsenden Pflanzenarten sind auf Bienen angewiesen. Doch das allgemeine Bienensterben bringt diese Entwicklung in Gefahr und deshalb sollen neue Bienenvölker entstehen.

Knokke-Heist trägt schon länger ein Steinchen zur Erholung von Bienenvölkern bei. Seit 2011 säht die Stadt auf bisher noch kleiner Ebene in Eigenregie Blumenwiesen ein. Doch jetzt wird Knokke-Heist Teil eines globaleren und innovativen Projekts.

Gemeinsam mit dem Unternehmen BeeOdiversity aus Brüssel, ein Projekt von Professor Dr. Bach Kim Nguyen von der Universität Lüttich richtet die Stadtverwaltung ein Bienen- und Biodiversitäts-Zentrum im Garten des Kulturzentrums „Scharpoord“ ein und legt gut ein Dutzend Bienenstöcke an, wo Schulkinder, die Bewohner der Stadt und auch Besucher und Touristen deren Entwicklung beobachten können und sollen.

Darüber hinaus will Knokke-Heist die Menschen in Umweltfragen sensibilisieren. Dazu werden Wander- und Radwege rund um das Thema Flora und Fauna angelegt, an denen entlang entsprechende „Lernpunkte“ entstehen sollen.