Warenhauskette Delhaize mit Umsatzproblemen

Die Umsätze der belgischen Supermarktkette Delhaize befinden sich derzeit im Sinkflug. Mehrere Wechsel in der Führungsetage, die Ankündigung einer Umstrukturierung und Probleme bei einem Tochterunternehmen in Serbien setzen Delhaize unter Druck.

Kurz vor den Sommerferien hatte die traditionsreiche Warenhauskette Delhaize eine umfassende Umstrukturierung am heimischen Standort Belgien angekündigt, in deren Rahmen mehrere Filialen geschlossen werden sollen und bei der auch Arbeitsplätze gestrichen werden. In der Folge gab es tagelange Proteste, Arbeitsniederlegungen an verschiedenen Standorten und Boykotte durch Kunden. Dies ließ die Umsätze im eigenen Land sinken. Nach Medienberichten sollen entsprechende Sozialverhandlungen mit den Arbeitnehmerverbänden bald in Angriff genommen werden.

Hinzu kommen noch große Probleme bei einem Delhaize-Tochterunternehmen in Serbien, wo der Markt nicht besonders stabil ist. Vor einigen Jahren hatte die Gruppe die serbischen Märkte Tempo und Maxi übernommen, doch der ehemalige jugoslawische Balkanstaat leidet derzeit unter negativem Wachstum, einem Handelsrückgang und unter politischer und wirtschaftlicher Instabilität.

Dies wird sich sobald wohl nicht ändern und Delhaize sah sich gezwungen, eine Wertminderung um 151 Mio. € vorzunehmen, was einen Verlust von 45 Mio. € im Ergebnis zur Folge hat. Ohne die Vorgänge in Serbien hätte die Warenhauskette ein Plus von bis zu 100 Mio. € verbuchen können.

Zuwächse in den USA

Einzig am mittlerweile für die Gruppe wichtigen US-Markt (Food Lion, Bottom Dollar Food und Hannaford), in Griechenland und in Rumänien verbucht Delhaize noch Wachstum, doch alles in allem sind die Resultate für die Warenhauskette nicht zufriedenstellend. Im Vergleich zum letzten Jahr sank der Umsatz der Gruppe um 1,2 % und belief sich auf 5,27 Mia. €.