Schwere Unwetter und Tornados über Belgien

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag ist Belgien einmal mehr von schweren Unwettern heimgesucht worden. In den Provinzen Flämisch- und Wallonisch-Brabant, Lüttich, Limburg und Luxemburg wüteten die Unwetter am heftigsten. In Manhay in der Provinz Luxemburg deckte ein Tornado Dächer ab und beschädigte dutzende Häuser.

Zum dritten Mal in nur zwei Wochen Zeit sorgten schwere Regen- und Gewitterstürme in Belgien für Schäden und Überschwemmungen. Im Osten der Provinz Flämisch-Brabant mussten die Feuerwehren dutzende Male ausrücken. Besonders Löwen, Diest, Aarschot und Tienen waren schwer getroffen.

Feuerwehrkommandant Rudi Saboo in Tienen schilderte die Situation in seiner Stadt in der Nacht gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion:

„Es war das zweite Mal in kurzer Zeit. Gestern Abend hatten wir wieder enorme Regenmengen, die in den Kellern mancher Bewohner für Wasser in Höhe von 30 bis 70 cm gesorgt haben. Daneben waren viele Straßen überflutet und Gärten überschwemmt. Bis Mitternacht hatten wir geschätzt 75 Anrufe von Einwohnern und ich denke, dass wir noch die ganze Nacht zu tun haben werden, um allen Anrufern zu helfen.“

In Manhay in der Provinz Luxemburg hat ein Tornado für große Schäden gesorgt. Die Feuerwehr dort spricht von einer Katastrophe. Etwa 30 bis 40 Häuser weisen Beschädigungen auf: Dächer wurden abgedeckt, der heftige Sturm drückte Fensterscheiben ein und Wasser strömte in Wohnungen hinein.

In Wallonisch-Brabant und in der Provinz Lüttich sorgten kleinere Tornados ebenfalls für Probleme, doch die Schäden hielten sich in Grenzen. In Malchamps, Wayai und Arzelier im Kreis Verviers (Prov. Lüttich) beschädigte ein kleiner Tornado mehrere Dächer und entwurzelte einige Bäume.

In Sart bei Jalhay (Verviers) stürzte ein Baum auf ein Haus. Auch Hochspannungsleitungen wurden unterbrochen. In der Stadt Lüttich und im Vorort Jemeppe musste die Feuerwehr einige vollgelaufene Keller leerpumpen. Glücklicherweise kam bei all den durch die Unwetter getroffenen Ortschaften und Regionen niemand zu schaden.