UN-Sicherheitsrat gedenkt dem 1. Weltkrieg

Zum ersten Mal weilt eine Delegation des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen in Belgien. Vertreter aus 13 UN-Ländern besuchen an diesem Wochenende einige Städte und Stätten, die während des Ersten Weltkriegs vor genau 100 Jahren eine wichtige Rolle gespielt haben. Doch der Besucht gilt nicht nur den Gedenkfeiern.

Hinter dem Besuch von Vertretern von 13 der insgesamt 15 Länder des UN-Sicherheitsrates in Belgien zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg, der im August 1914 seinen Anfang hatte, verbirgt sich auch der Wunsch unseres Landes, in den Jahren 2019 und 2020 einen Sitz im Gremium der nicht-ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates zu erlangen.

Das belgische Außenministerium bemüht sich denn auch, die UN-Delegation und den derzeitigen Vorsitzenden des Gremiums, den Briten Mark Lyall Grant - der diesen Besuch initiierte, bestens zu bedienen.

Die Delegation besucht in diesen Tagen einige für die Ereignisse des Ersten Weltkriegs wichtige belgische Städte: Namür und die dortige Zitadelle (Foto oben), die von der deutschen Rache heimgesuchte Stadt Dinant, die historische Universitätsstadt Löwen, die ehemaligen Schlachtfelder von Poperinge und nicht zuletzt Ypern, wo die UN-Vertreter in der Menenpoort der Last Post beiwohnen werden.

Bei den Gesprächen wird den Diplomaten verdeutlicht, wie Belgien zwischen 1914 und 1918 versuchte, seine Bevölkerung zu schützen, wie man das Kulturerbe aus dieser Zeit sichern kann und wie die Ereignisse rund um diesen „Großen Krieg“ in die Friedenserziehung im Bildungswesen integriert ist.