De Lijn: Gewerkschaften gegen Sparprogramm

Mehrere Tageszeitungen in Flandern brachten am Samstag Meldungen zu den Sparplänen der neuen flämischen Landesregierung, bevor diese ihre Zahlen offiziell mitteilen konnte. Unter anderem soll im öffentlichen Nahverkehr gespart werden. Bei der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn sollen bis zu 30 Mio. € eingespart werden. Die Gewerkschaften reagierten umgehend ablehnend.

Die Gewerkschaften bei der regionalen flämischen Nahverkehrsgesellschaft De Lijn reagierten deutlich ablehnend auf die vorzeitig an die Öffentlichkeit gelangten Zahlen zum Sparprogramm er neuen Landesregierung. Genau, wie die Oppositionsparteien im flämischen Landesparlament lehnen die Gewerkschaften Einsparungen in einer derartigen Höhe rundweg ab.

Bei der sozialistischen Gewerkschaft ABVV wird befürchtet, dass dieses Vorhaben zu Unruhen beim Personal von De Lijn führen wird, denn das regionale Unternehmen der öffentlichen Hand habe gerade erst eine Einsparrunde hinter sich gelassen. Jan Coolbrandt von der christlichen Gewerkschaft ACV forderte gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion am Samstagabend von Flanderns neuem Mobilitätsminister Ben Weyts (N-VA - kleines Foto) mehr Deutlichkeit zum Vorhaben der Landesregierung:

„Wir halten das nicht gerade für eine geeignete Art und Weise zu arbeiten. Wir hatten gerade erst Kontakt mit dem Minister. Er soll uns erst einmal sehr deutlich sagen, was er will. Das wird er wahrscheinlich erst in seiner politischen Erklärung machen, wenn er die ersten definitiven Zahlen für den Haushalt 2015 vorlegt. Erst dann können wir das beurteilen und dann hoffen wir noch auf ein Gespräch. Wir wollen nicht, dass man uns einfach vor vollendete Tatsachen stellt.“