31 Verletzte: Unwetter riss Festzelt weg

Auch am Sonntag wüteten wieder heftige Unwetter über Belgien. Besonders betroffen waren die Gegend um Antwerpen und die wallonischen Provinzen Luxemburg und Namür. In der Ortschaft Marbay bei Neufchâteau (Prov. Luxemburg) wurde ein Festzelt umgerissen (Foto). Dabei wurden 31 Personen verletzt, vier davon schwer.

Eine kleine aber kräftige Windhose riss am späten Sonntagnachmittag ein Festzelt im Dorf Marbay in der Nähe von Neufchâteau aus seinen Verankerungen. Das Zelt stürzte zusammen, wobei insgesamt 31 Personen verletzt wurden. Vier davon trugen schwere Verletzungen davon, doch keiner der Betroffenen sei in Lebensgefahr, so Bürgermeister Dimitry Fourny dazu.

Das Festzelt stand im Rahmen eines Floh- und Handwerkermarktes in Marbay aufgestellt. Als das Unwetter auf die Region niederging, sorgten zunächst sintflutartige Regenfälle für Probleme.

Die plötzlich aufkommende Windhose sorgte danach für Panik. Die meisten der Verletzten wurden von umherfliegenden Gegenständen oder von abbrechenden Zeltstangen getroffen.

Angesichts der hohen Zahl an Verletzten riefen Feuerwehr, Rotes Kreuz und Zivilschutz den Notstand aus.

Auch im Rest des Dorfes wurden Probleme festgestellt und zwar wurden Bäume entwurzelt und an zwei Häusern entstanden Schäden an den Dächern.

Weitere Folgen der Unwetter

Alles in allem waren die durch die Unwetter von Sonntag entstandenen Schäden nicht so groß, wie im Vorfeld befürchtet. In der Provinz Antwerpen war die Scheldestadt selbst am meisten betroffen. Hier musste die Feuerwehr rund 260 Mal nach Notrufen ausrücken, weil Straßen und Keller überflutet waren. Zeitweise war auch der Kennedytunnel vollgelaufen und unbefahrbar.

Im Kempenland mussten die Hilfskräfte rund 30 Mal ausrücken. In der Provinz Limburg waren Hasselt und Sint-Truiden betroffen. Leichte Überschwemmungen, vollgelaufene Keller und abgeknickte Bäume sorgten hier für Einsätze der Feuerwehr.

In Wallonien wüteten gleich mehrere Windhosen zeitgleich mit heftigen Regen- und Gewitterschauern, doch die Folgen davon waren nicht so groß, wie in Marbay (siehe oben). In Thuin im Hennegau und in Sombreffe in der Provinz Namür sorgten kleinere Windhosen für materielle Schäden. In Sombreffe unterbrachen entwurzelte Bäume zeitweise Stromleitungen und einige Dächer wurden abgedeckt. Auch hier hatten Feuerwehr und Zivilschutz alle Hände voll zu tun.