Doppelt so viele Birnen in Belgien verkauft

Seit dem Lebensmittelboykott von Seiten Russlands als Reaktion auf die westlichen Sanktionen durch den Ukraine-Konflikt ist die Birne in Belgien zum Symbol für diesen Vorgang geworden. Der Verkauf von Birnen im Inland hat sich quasi verdoppelt.

Nach Berichten der flämischen Tageszeitungen Het Belang van Limburg und Gazet van Antwerpen hat sich der Verkauf von Birnen im belgischen Bundesland Flandern innerhalb von nur wenigen Tagen glatt verdoppelt.

Petra Wautraets, der Verkaufsdirektorin der Limburgischen Obstversteigerung, sagte gegenüber den Redaktionen, dass die vielen Birnen-Twitter-Berichte und Birnen-Selfies der vergangenen Tage ihr Ziel wohl nicht verfehlt haben: „Noch nie wurden in so kurzer Zeit so viel mehr Birnen verkauft, wie jetzt gerade. Der Verkauf hat sich verdoppelt und alle Warenhäuser haben ihre Bestellungen erhöht.“

Die Supermärkte, und hier nicht nur die Discounter, bestätigen diesen Trend. Von dort kommen viele Meldungen von Kunden, die die belgischen Obstbauern unterstützen wollen. Überall steigt die Nachfrage.

Hilft die EU?

Inzwischen hoffen die durch den russischen Boykott getroffenen belgischen Landwirte, dass ihnen die Europäische Union zu Hilfe eilt, wenn es zu massiven Einkommensverlusten kommt.

Philippe Appelthans vom Verband der belgischen Agrarversteigerungen wartet auf einen Beschluss in Brüssel: „Für unsere Birnen- und Apfelzüchter warten wir dringend auf einen Beschluss. Wir hoffen, dass diese oder spätestens nächste Woche ein Entschluss getroffen wird.“

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