Flandern: Mehr Arbeitslose folgen einer Ausbildung

In der ersten Hälfte dieses Jahres haben mehr Arbeitslose im belgischen Bundesland Flandern eine sogenannte Individuelle Berufsausbildung (IBO) in einem Betrieb begonnen. Mit einem IBO-Vertrag können Arbeitslose eine bis zu 6 Monate lange Ausbildung in einem Betrieb machen, nach der sie vom Betrieb als Angestellte übernommen werden. Die Verbesserung hängt auch damit zusammen, dass die Auflagen der IBO gelockert wurden, so melden verschiedene Medien.

Im Jahr 2013 stieg die Anzahl der IBO-Verträge bereits um 6,2 Prozent, im Vergleich zum Jahr 2012. Der Anstieg in diesem Jahr ist noch viel größer. In der ersten Hälfte des Jahres wurden in Flandern insgesamt 7.137 IBO-Verträge abgeschlossen, während es in der ersten Hälfte des Jahres 2013 nur 5.697 Verträge waren.

Damit gab es eine Zunahme von ganzen 25 Prozent, wie aus einer Untersuchung der Selbstständigen-Gewerkschaft NSZ klar wird, die die Zahlen der flämischen Arbeitslosenvermittlung VDAB analysiert hat.

Der Anstieg ist auf eine Lockerung der Auflagen der IBO-Verträge zurückzuführen. Mussten die Betriebe den Arbeitslosen nach Abschluss ihrer Ausbilddung ursprünglich noch einen unbefristeten Vertrag anbieten, reichte seit 1. Oktober 2013 auch ein befristeter Vertrag.

In der Bauwirtschaft werden mit 20 Prozent besonders viele IBO-Verträge abgeschlossen. Darauf folgt mit 13 Prozent der Einzelhandel und mit 8 Prozent das Gaststättengewerbe.

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