In Flandern sinkt der Verkauf von Büchern

In der ersten Hälfte des laufenden Jahres ist der Verkauf von Büchern im belgischen Bundesland Flandern stark gesunken. Der Dachverband der flämischen Verlage und Buchhändler Boek.be meldet einen Rückgang um 6 % gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Vor allem die Literatur muss hier Federn lassen.

Der Absatz von literarischen Büchern und Fiction sei in Belgien rückläufig, weil in diesem Jahr kaum wirklich große Bestseller erschienen seien, weder auf dem hiesigen Markt, noch weltweit, sagte Jef Maes von Boek.be gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion dazu:

„Ab und zu sieht man, dass ein Bestseller à la ‚50 Shades of Grey‘ den Absatz etwas nach oben drückt, doch strukturell erleben wir doch seit einigen Jahren einen Rückgang. Ein populäres Buch oder eine beliebte Buchreihe kann das eine Zeit lang vergessen machen, doch langfristig setzt sich aber der abnehmende Trend weiter fort.“

Non-Fiction hingegen hat sich in der ersten Jahreshälfte etwas erholt. Das hat auch mit den vielen Büchern zu tun, die derzeit im Rahmen des 100. Jahrestags des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs zu tun. In Flandern bleiben auch Kochbücher und klassische Comics weiter populär. Digitale Bücher oder e-books sind derzeit gut für etwa 3 % des Büchermarktes in Flandern.