De Wever will Maßnahmen gegen Radikalisierung von Muslimen

Nach dem der britische Premier David Cameron wegen des rasanten Vormarsches des Islamischen Staates, einer dschihadistisch-salafistische Terrororganisation im Nahen Osten, vor möglichen neuen Terroranschlägen in Europa warnte, will jetzt auch der Antwerpener Bürgermeister von den flämischen Regionalisten N-VA, Bart De Wever, dass das belgische Innenministerium handelt. Er fordert Projekte gegen die Radikalisierung von jungen Muslimen.
AP2014

In der Stadt Antwerpen läuft bereits ein Programm gegen die Radikalisierung junger Muslime, unter anderem für Syrienrückkehrer und ihre Familien. Man habe Erfolg damit, betont Bart De Wever immer wieder. Es würden Hausbesuche unternommen, bei denen die Mitarbeiter des Projekts schrittweise extremistische Argumente versuchten, zu entkräften.

Der Stadt Antwerpen ist ein Finanzloch in ihrem Haushalt dadurch entstanden. "Das Innenministerium hatte für dieses Jahr 40.000 Euro versprochen, die aber noch nicht angekommen sind. Wir müssen das Geld nun aus der Stadtkasse nehmen. Hoffentlich händigt man uns die Mittel schnell aus", sagte De Wever in der Zeitung De Morgen.

Laut Montasser AlDe'emeh von der Universität Antwerpen, der in Syrien Feldstudien für seine Doktorarbeit über islamischen Extremismus betrieb, müssten sowohl belgische Politiker als auch die Moslemgemeinschaft in einen tiefergehenden Dialog mit Jugendlichen treten, die sich von der IS -Ideologie angezogen fühlten. "Mehr Repressionen werden jetzt zu noch mehr Polarisierung führen", warnte er in De Morgen.