EU-Kommission hilft Ford-Mitarbeitern in Genk

Die Europäische Kommission will mit 570.945 Euro den entlassenen Mitarbeitern von Ford Genk und von den Zulieferern helfen, eine neue Arbeit zu finden. Belgien hatte um diese zusätzliche Hilfe gebeten. Insgesamt sollen 479 Arbeitnehmer vor die Tür gesetzt werden, sobald das Ford-Werk Ende des Jahres endgültig geschlossen wird.

Finanziert wird die EU-Hilfe über den EGF, den Fonds für die Anpassung an die Globalisierung. Der Fonds greift bei Massenentlassungen mit europäischer Dimension. Er bietet den entlassenen Arbeitnehmern maßgeschneiderte Unterstützung an. Im Januar 2014 wurde der Anwendungsbereich des Fonds u.a. auch auf Arbeitnehmer erweitert, die aufgrund einer unerwarteten Krise entlassen werden.

Mit dem Geld können sich die entlassenen Arbeitnehmer umschulen lassen. Sie werden zudem auf ihrem Weg zu einer neuen Arbeit betreut.

Der EU-Kommissar für Beschäftigung und Soziales, László Andor, sagte in einem Pressebericht der Kommission: "Die Automobilherstellung in Europa ist während der Krise extrem stark zurückgegangen. Der Hauptgrund ist ein Nachfragerückgang. Gleichzeitig führt die Automobilindustrie derzeit strukturelle Reformen durch, um mit der Globalisierung fertig zu werden. Für zahlreiche Arbeiter in diesem Sektor ist die Situation äußerst schwierig. Die europäische Solidarität ist also gefragt, damit die Arbeiter auf diesem schwierigen Weg des Übergangs begleitet werden können. Die Hilfe in Höhe von 570.945 Euro, die wir vorschlagen, ermöglicht den entlassenen Arbeitern ihre Kompetenzen anzupassen und erneut eine Arbeit zu finden."

Der Vorschlag der EU-Kommission muss nun noch vom Europäischen Parlament verabschiedet werden.

Ford Genk ist der wichtigste Arbeitgeber in der Provinz Limburg, denn das Unternehmen beschäftigt 1,7 % der Gesamtzahl der Angestellten dort. Das Unternehmen führt zudem 10 % des Gesamtumsatzes der 500 größten Unternehmen in der Provinz Limburg auf.