Verkehrsgesellschaft De Lijn muss sparen

Die flämische Verkehrsgesellschaft De Lijn muss in den kommenden 5 Jahren ganze 61 Millionen Euro sparen, so die flämische Zeitung De Morgen. Das sind fast 6 Prozent des Gesamtbudgets von De Lijn. Wahrscheinlich werden deshalb Bus- und Straßenbahntickets teurer.

Genaue Angaben über die neuen Sparmaßnahmen gibt es noch nicht. Sie müssen in den Haushaltsverhandlungen erst noch von der flämischen Regierung festgelegt werden. Klar ist aber bereits, dass De Lijn nächstes Jahr schon 30 Millionen Euro einsparen soll. Die Kürzungen werden somit wohl schwerer ausfallen, als bisher erwartet.

Die Gewerkschaften sind wütend, weil sie nicht konsultiert wurden und sprechen von einer Politik des Abbaus. „Wir sind überhaupt nicht zufrieden. In den letzten Jahren sind bereits schwere Sparmaßnahmen bei De Lijn durchgesetzt worden. Damals wurde uns gesagt „wir sparen, um später wachsen zu können“ und jetzt wird klar, dass es unter der neuen Regierung keinerlei Wachstum geben wird“, so Rita Coeck von der sozialistischen Gesellschaft.

„Fahrgäste werden für ein schlechteres Angebot mehr bezahlen“

Im Moment deckt De Lijn 15 Prozent ihrer Kosten selbst ab. Der Gewerkschaft zufolge werden die Verbraucher zweifellos spüren, dass so viel gespart werden muss. „Die Fahrgäste werden für ein schlechteres Angebot mehr bezahlen müssen“, sagt Rita Coek.

Am Personal wird ebenfalls nicht vorbeigehen, dass De Lijn den Gürtel noch enger spannen muss. „Unserem Personal wird mehr Flexibilität abverlangt werden und De Lijn wird Arbeitsplätze streichen müssen“, fügt sie hinzu.