Europaparlamentarier startet Online-Petition gegen deutsche Mautpläne

Auch in Brüssel befasst man sich mit den deutschen Mautplänen. "Man", das ist vor allem der deutschsprachige Ostbelgier und Europaabgeordnete Pascal Arimont (links im Bild), der am heutigen Dienstag eine Online-Petition gegen die deutschen Mautpläne gestartet hat. Mit einer Petition aus der Region wolle er ein starkes Signal an die Entscheidungsträger in Berlin senden, sagte er und fügte hinzu, dass der Widerstand gegen die Einführung einer Pkw-Maut für Ausländer europaweit wachse.

Mit der Online-Petition unter dem Titel "NEIN zur deutschen Pkw-Maut für Ausländer!" will Arimont möglichst viele Bürger erreichen.

„Viele Menschen haben mir in den vergangenen Wochen ihre Wut über die Mautpläne der deutschen Bundesregierung mitgeteilt. Die Pkw-Maut für Ausländer wird zu Recht von vielen Ostbelgiern als unfair empfunden. Die Pkw-Maut für Ausländer ist antieuropäisch und benachteiligt insbesondere die Grenzbevölkerung, die an den Grenzen keine neuen Schlagbäume haben möchte. Über eine Petition können wir dieser Meinung ein Gesicht geben. Wenn möglichst viele mitmachen und unterzeichnen, senden wir ein starkes Signal aus unserer Region an die Entscheidungsträger in Berlin", heißt es in einem Pressebericht von Pascal Arimont, dem Europaabgeordneten der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG).

Der Widerstand gegen die Einführung einer Pkw-Maut für Ausländer wachse europaweit, so der Ostbelgier, der bei den letzten Europawahlen im Mai ins Europaparlament gewählt wurde. Dem EU-Parlamentarier wurde am Dienstag auch symbolisch eine erste Petition aus den Niederlanden überreicht, die von dem königlichen niederländischen Touringverband ANWB angestoßen und von rund 42.000 Bürgern unterschrieben wurde.

Dies verdeutliche, dass die deutschen Pkw-Mautpläne in den Augen der Nachbarländer keinen Bestand hätten, so Arimont noch. Er wolle sich auch weiterhin gegen die deutsche Pkw-Maut einsetzen, die auf das Geld ausländischer Autofahrer abziele.