Viele Rettungsschwimmer im Notfall ratlos

Die Katholische Universität Löwen (KU Leuven) hat während der letzten zwei Jahre 616 Rettungsschwimmer, die in Schwimmbädern und an Badeseen in Flandern arbeiten, überprüft. Aus der Untersuchung geht hervor, dass ein Duzend von ihnen fast ertrunkene Badegäste nicht reanimieren kann. So berichten die flämischen Zeitungen Het Laatste Nieuws und De Morgen, die den Bericht der KU Löwen einsehen durften.

Während der letzten zwei Jahre hat die Fakultät der Motorikwissenschaften der Katholischen Universität Löwen (Region Flämisch-Brabant) ganze 616 flämische Rettungsschwimmer darauf überprüft, ob sie fast ertrunkene Badegäste noch wiederbeleben können. Die Rettungsschwimmer, die ihre Ausbildung alle erfolgreich abgeschlossen hatten, bekamen die Aufgabe einen fast ertrunkenen, erwachsenen Mann zu reanimieren.

Die KU Löwen vergab ihnen für ihre Bemühungen im Durchschnitt 66 von 100 Punkten. „Es ist ein ernüchterndes Ergebnis. Vor allem, weil sie jährlich zu einem Auffrischungsskurs verpflichtet sind“, so die Forscher.

Etwas über 70 Prozent der befragten Rettungsschwimmer gaben zu, noch nie in die Lage gekommen zu sein, jemanden reanimieren zu müssen oder es noch nie geübt zu haben. Darunter sind Rettungsschwimmer, die ihren Beruf bereits seit Duzenden von Jahren ausüben. Es sind vor allem die älteren, ‚erfahreneren ‘ Rettungsschwimmer, die bei der Untersuchung der KU Löwen schlecht abgeschnitten haben.

Bloso, die flämische Administration, die damit beauftragt ist, sich um die Förderung von Sport und um Leibeserziehung zu kümmern und die auch für die Ausbildung der Rettungsschwimmer zuständig ist, will nun untersuchen, wie das Niveau der flämischen Rettungsschwimmer zu verbessern ist.