ArcelorMittal produziert neuen Stahl in Belgien

Der internationale Stahlkonzern ArcelorMittal wird in seinen belgischen Werken in Gent und Lüttich eine neue Stahlsorte produzieren. Dabei handelt es um den so genannten Fortiform-Stahl, der in der Autoproduktion verwendet werden soll. Für zusätzliche Jobs in Belgien wird diese Produktion aber wohl nicht sorgen.

ArcelorMittal hatte den neuen Fortiform-Stahl am Dienstag in Paris vorgestellt. Dabei gab der Stahlkonzern auch bekannt, dass Fortiform an den belgischen Standorten Gent und Lüttich produziert werden wird.

Fortiform ist ein Stahl, der Autos leichter machen soll. Dies soll in der Folge dafür sorgen, dass die Motoren dieser Fahrzeuge weniger Energie brauchen und somit weniger CO2 ausstoßen, wie Jan Cornelis von ArcxelorMittal Belgien erklärte. Man müsse heute leichtere Formen von Stahl auf den Markt bringen, so Cornelis weiter: „Dies sind auch Stahlqualitäten, die sicherer sind, weil sie bei Unfällen selbst Energie absorbieren.“

Die Produktion von Fortiform-Stahl wird allerdings keine positiven Auswirkungen auf die Beschäftigung in Belgien haben. Man setze bei ArcelorMittal auf neue Produkte, wolle diese aber mit der bestehenden Personalstärke herstellen. Bei ArcelorMittal im flämischen Gent arbeiten derzeit 4.700 Beschäftigte und im wallonischen Lüttich produzieren rund 2.800 Arbeiter Stahlprodukte.

AP2006