Flandern macht 400.000 € für die Flüchtlingshilfe frei

Die flämische Landesregierung hat Gelder für Flüchtlinge im Norden des Irak freigemacht. Ministerpräsident Geert Bourgeois (N-VA) kündigte an, das Rote Kreuz Flandern International mit 400.000 € für das Projekt „Katastrophenhilfe für Flüchtlinge und Heimatlose in Folge des Konflikts in Nordirak“ zu bezuschussen. In dieser Region sind Hundertausende durch den IS-Terror auf der Flucht.

Aus dem Kabinett von MP Bourgeois (kl. Foto) verlautete dazu: „Die Flüchtlinge sind durch die Gewalt im Irak völlig auf die Hilfe von anderen angewiesen. Die Kombination von Wassermangel und hohen Temperaturen, die bis zu 45°C erreichen, sorgen für eine sehr ernste Situation.“

Rechnung tragend mit der akuten Notsituation im kurdischen Teil des Irak hat die flämische Landesregierung beschlossen, dem Roten Kreuz Flandern International einen Zuschuss über 400.000 € zukommen zu lassen. Diese Organisation wird in Zusammenarbeit mit dem französischen Roten Kreuz den betroffenen Flüchtlingen vor Ort die dringend benötigte Hilfe bieten. Dabei geht es u.a. um die Wasserversorgung, die Verteilung von elementaren Hygieneprodukten, Haushaltsgegenständen und um den Bau von Toiletten.

Landeschef Bourgeois teilte weiter mit, dass man viele Flüchtlinge damit erreichen werde: „Mit dieser Intervention will das Rote Kreuz etwa 27.000 Menschen erreichen. Von denen sich etwa 20.000 in verschiedenen Gruppen in den Distrikten Sharya und Sarsink aufhalten. Die restlichen 7.000 werden im geplanten Lager von Khanki unterkommen. Insgesamt werden sich die Kosten für dieses Projekt auf 2,6 Mio. € belaufen.“