Fluglärm: Betroffene Kommunen wollen klagen

Sieben Gemeinden in der Provinz Flämisch-Brabant am Nord- und Ostrand der belgischen Hauptstadt Brüssel fordern von der noch zu bildenden Bundesregierung, wieder zur früheren Flugroutenregelung zurückzukehren. In ihren Augen wird der von belgischen Nationalflughafen ausgehende Fluglärm nicht ausgeglichen über alle Anliegergemeinden verteilt ist.

Die Brabanter Gemeinden Haacht, Lubbeek, Holsbeek, Rotselaar, Keerbergen und Kampenhout sowie die Provinzhauptstadt Löwen wollen vor Gericht ziehen, wenn die Flugrouten bei Starts und Landungen am Flughafen von Zaventem nicht überdacht, bzw. nicht wieder zur alten Form von vor der Reform zurückgebracht werden.

Damals drehten die am Brussels Airport über die Stadtbahn 07R startenden Maschinen vor dicht bebauten Stadtvierteln im Norden und im Osten von Löwen ab, doch seit der Neuordnung der Flugrouten am 6. März dieses Jahres starten viele Flugzeuge direkt über Löwen bzw. über die weiteren sechs oben genannten Gemeinden.

Die Bewohner dieser betroffenen Gebiete, entsprechend aufgestellte Bürgerinitiativen und die Gemeinderäte haben bei gemeinsamen treffen das Aktionskomitee „Leuven Rechtdoor“ gegründet und beschlossen, jetzt reagieren zu wollen. Habe man bisher noch den Fluglärm der landen Maschinen toleriert, akzeptiere die hinzukommenden startenden Flugzeuge nicht mehr, hieß es dazu.

Wenn die zukünftige belgische Bundesregierung an der derzeitigen Flugrouten-Regelung festhalte und nicht zum alten, vor dem 6. März geltenden Flugplan zurückkehre, wollen die betroffenen Kommunen juristische Schritte einleiten. Die Stadt Löwen zweifelt noch, ob sie sich an der Klage beteiligen soll und die Gemeinden Aarschot und Bierbeek fehlten bei der entscheidenden Gründungsversammlung entschuldigt.