Bankkunden wollen ihre Kredite umschulden

In den vergangenen Monaten haben immer mehr Kunden ihre Bank aufgesucht, damit diese die Konditionen ihres Haus-Kredits überprüft und gegebenenfalls den Kredit umschuldet. Die Anfragen zur Umschuldung sind derart groß, dass viele Geldhäuser eine Warteliste anlegen mussten. Die Zinsen sind im Moment historisch niedrig. Dadurch wird eine Umschuldung bestehender Hypotheken und Kredite für die Kunden interessant.

Konkret heißt das, dass man einen niedrigeren Zins bekommt, als beim ursprünglichen Kredit und im Gegenzug dafür bezahlt man eine einmalige Unkostenerstattung.

Ob sich das Umschulden lohnt, finden Kreditnehmer durch einen Zinsvergleich heraus.

Beim Marktführer BNP Paribas Fortis wird zur Zeit zusätzliches Personal zur Bearbeitung der vielen Anfragen abgestellt.

Auch bei der KBC ist man dieser Tage sehr stark beschäftigt. Viviane Huybrecht, Sprechrin der KBC, betonte am Samstag im VRT-Radio: "Wir sehen in der Tat, dass die Zahl der Anfragen steigt, dass mehr Anträge auf Umschuldung bei uns eingehen. Wir haben auch festgestellt, dass sich mehr Menschen bei uns informieren kommen. Wir schalten derzeit die Höchstzahl unserer Mitarbeiter und Berater in den Filialen hierfür ein. Da wir jedoch gerade aus der Urlaubsperiode zurück sind, kann es sein, dass ein Kunde in der Tat ein oder zwei Tage auf ein Beratungsgespräch warten muss. Wir versuchen aber, alle Kundenanfragen zu beantworten und uns Zeit für die Kunden zu nehmen."

Nicht immer lohnt sich übrigens eine Umschuldung. Wer einen Kredit zur Umschuldung aufnimmt, sollte vorher ausgerechnet haben, ob die Einsparungen aufgrund der geringeren Zinsen höher sind, als die Kosten, die wegen der vorzeitigen Kreditkündigung des alten Vertrags (Vorfälligkeitsentschädigung) entstehen.