Mutmaßlicher Vierfachmörder bewachte in Syrien offenbar Geiseln

Die französische Zeitung Le Monde veröffentlicht am heutigen Samstag eine neue Nachricht über Mehdi Nemmouche. Das ist der Mann, der in Belgien in einem Gefängnis sitzt, weil er des vierfachen Mordes, die er am 24. Mai im jüdischen Museum in Brüssel verübte, angeklagt ist. Nemmouche soll in Syrien verschiedene Geiseln bewacht haben.

Französische Journalisten, die im April dieses Jahres nach knapp einem Jahr Geiselhaft in Syrien befreit wurden, sagen, dass sie Nemmouche wiedererkannt hätten. Mehdi Nemmouche war offenbar einer der Männer, der die Journalisten festhielt.

Die Tageszeitung Le Monde betont, dass sie das aus Quellen der französischen Justiz erfahren habe. Diese habe die Informationen wiederum vom französischen inländischen Geheimdienst, der die Journalisten, die in Syrien als Geisel genommen worden waren, ausführlich verhörte. Einige unter ihnen behaupten, dass es wahrscheinlich Nemmouche gewesen sei, den sie sahen, als sie von der IS festgehalten wurden. Andere Journalisten sind sich ganz sicher, dass er es gewesen sei. 

Der französische Geheimdienst erklärt auch, dass er Hinweise darauf habe, dass Mehdi Nemmouche einer der Geiselnehmer von James Folley gewesen sei, also von dem Amerikaner, der Ende letzten Monats von der Terrororganisation IS enthauptet wurde.