Vermietermarkt soll wieder boomen

Immer weniger Haus- und Wohnungseigentümer wollen ihr Eigentum vermieten. Mit einigen Maßnahmen könne gegen diesen Trend gesteuert werden, betont der flämische Immobilienverband (CIB Vlaanderen). Die Vermieter von Eigentum hoffen jetzt, dass das flämische Koalitionsabkommen schnell umgesetzt wird.

Der Immobilienverband hofft, dass der private Vermietermarkt mit den verschiedenen Maßnahmen wieder angekurbelt werden kann. Es wäre höchste Zeit, denn die Mietobjekte in Flandern würden sehr knapp. Viele Vermieter wollten nicht mehr vermieten, das Angebot werde immer dürftiger, heißt es beim Verband. 

Dajo Hermans, Sprecher des Immobilienverbandes in Flandern betonte am Sonntagmorgen im VRT-Radio: "Sobald der Vermieter die Qualität seines Hauses verbessert und vor allem energiesparende Maßnahmen einsetzt, muss er auch die Möglichkeit bekommen, flexibel seinen Mietpreis anzupassen. Schon seit eingier Zeit besteht die Forderung, eine Liste vorzulegen, aus der eindeutig hervorgeht, welche Kosten der Vermieter und welche der Mieter bezahlen muss: Zum Beispiel, wenn der Kühlschrank kaputt ist oder der Heizungskessel nicht mehr funktioniert. Manchmal kommt es zu Diskussionen darüber, was nun genau unter den Begriff Renovierung fällt."

Die Liste soll also Klarheit darüber verschaffen, was auf die Kosten der Mieter und was auf die der Vermieter geht.

Eine Erhöhung der Mietpreise nach einer kostenintensiven Investition wie energiesparende Maßnahmen sei derzeit schwierig. Dadurch seien Vermieter weniger dazu bereit, viel in ihre Immobilie zu investieren, heißt es weiter.

Die flämische Hausinspektion soll künftig auch kontrollieren können, ob ein bestimmter Schaden absichtlich verursacht wurde, so CIB Vlaanderen. Dem Verband zufolge schreckten manche Mieter nämlich nicht davor zurück, ihre Wohnung zu beschädigen, damit sie schneller für eine Sozialwohnung in Frage kommen.

Mieter wollen sich auch mehr Gehör verschaffen

Der Mieterbund fordert unterdessen, dass neben den Maßnahmen zugunsten von Vermietern, auch über die Situation der Mieter nachgedacht werde.

"Was den Mietermarkt betrifft, hoffen wir, dass sowohl beim Angebot als auch bei der Nachfrage unterstützende Maßnahmen genommen werden", betont Geert Inslegers vom Mieterbund. "Wir stellen fest, dass für immer mehr Menschen die Miete unbezahlbar wird und dass ist ein strukturelles Problem. Wenn Sie das Angebot ankurbeln, wird mehr Konkurrenz möglich. Schlechte Häuser werden dann leichter vom Markt verschwinden. Und das wird auch günstige Auswirkungen auf die Preise haben."