Rauchen am Arbeitsplatz verboten: Weniger Infarkte

Seit dem Jahr 2006 gilt in Belgien ein Rauchverbot am Arbeitsplatz. Seit der Einführung des entsprechenden Gesetzes ist die Zahl der Herzinfarkte bei Personen unter 60 Jahren deutlich gesunken, wie die Universität Hasselt in einer Studie feststellen konnte.

Nach Ansucht der Hasselter Universität und der Anti-Rauch-Verbände in Belgien zeigt diese Studie, dass das damals heftig diskutierte Gesetz eine positive Auswirkung auf die Gesundheit in der Gesellschaft hat. Laut der Hasselter Studie ging die Zahl der Herzinfarkte bei Personen, die jünger als 60 Jahre alt sind, seit der Einführung des Gesetzes im 15 % zurück. Bei den Frauen ist dieser Prozentsatz noch wesentlich höher, denn seit dem ging die Zahl der Herzinfarkte bei Frauen unter 60 Jahren sogar um 33 % zurück.

Doch das Rauchverbot am Arbeitsplatz hat neben dem gesundheitlichen Aspekt, nämlich dem Rückgang von Herz- und Gefäßkrankheiten, einen weiteren positiven Aspzekt, wie Tim Navrot von der Universität Hasselt gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion erwähnte: „Wir beobachten, dass immer weniger in Anwesenheit von anderen geraucht wird. Eltern rauchen z.B. weniger im Beisein ihrer Kinder. Diese Art Rauchverbot spornt Raucher auch an, mit dem Rauchen aufzuhören oder zumindest um weniger zu rauchen.“

Die Studie der Universität Hasselt wurde in erster Linie im belgischen Bundesland Flandern durchgeführt, doch die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie Ergebnisse auch mehr oder weniger für ganz Belgien gelten können. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass das später in Belgien eingeführte Rauchverbot (1. Juli 2011) im gesamten Gaststättenbereich weniger positive Auswirkungen auf die Gesundheit in der Gesellschaft hatte. Allerdings laufen zu diesem Themenbereich derzeit noch entsprechende Langzeitstudien.