Zehn Tote bei Unfällen letztes Wochenende

Am vergangenen Wochenende sind in Belgien zehn Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Seit August 2001, als an einem Wochenende 13 Personen im Straßenverkehr umgekommen waren, ist diese Zahl nicht mehr so hoch gewesen. Mehr als 40 % der tödlichen Verkehrsunfälle in unserem Land finden am Wochenende satt.

Am Samstagmorgen kam ein junger Mann auf der Autobahn E 17 bei Lokeren ums Leben, als er nach einem Unfall mit Sachschaden aus seinem Wagen ausgestiegen war und von einem weiteren Auto angefahren wurde. Dabei kam der Mann ums Leben. Kurz danach kam ein weiterer Autofahrer an der Unfallstelle ums Leben, als ein Fahrzeug ins Stauende des Rückstaus krachte. Auch in Hasselt in der Provinz Limburg, in der Umgebung von Brüssel, im ostflämischen Wetteren und in Sainte-Ode bei Bastogne in der Provinz Luxemburg kamen am Wochenende Menschen bei schweren Verkehrsunfällen ums Leben.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in Belgien spürbar gesunken, doch dieses Jahr ist in diesem Bereich ein schwarzes Jahr. Koen Peeters vom Belgischen Institut für Verkehrssicherheit (BIVV) sagte am Montagmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion, dass in den ersten sechs Monaten dieses Jahres bereits 141 Verkehrstote zu beklagen waren: „Eine Möglichkeit für diese hohe Zahl, die her mitspielt, ist vielleicht das schlechte Wetter. Diesen Faktor untersuchen wir derzeit genauer. Im Laufe des Jahres wissen wir also mehr darüber, ob das Wetter einen Impakt auf die Zahl der Verkehrstoten hat, oder nicht.“

Neben dem Wetter spielen an Wochenenden aber auch die Faktoren Alkohol am Steuer, Müdigkeit oder Raserei eine Rolle. A propos Raserei: Am Wochenende entzog die belgische Verkehrspolizei zwei Fahrern den Führerschein, nach dem diese bei Tempo 140 km/h in einer Tempo 90 km/h-Zone geblitzt worden waren. Die beiden hatten sich ein regelrechtes Straßenrennen geliefert. Das Pikante dabei ist, dass es sich bei den beiden BMW-Rasern um Vater und Sohn gehandelt hatte. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Sohn gerade erst 18 Jahre alt war und vor einigen Tagen erst seinen Führerschein erlangt hatte.

Mehr als 40 % aller tödlich endenden Verkehrsunfälle finden in Belgien an Wochenenden statt, wie das BIVV statistisch festgestellt hat. Wenn die Zahlen dieses Jahr weiter steigen, so das Institut, könnte diese Statistik in diesem Punkt zum ersten Mal seit Jahren wieder steigen.