Sabotage Doel 4: Drei suspendierte Mitarbeiter

Drei Mitarbeiter der Sicherheitsfirma Securitas, die für das Kernkraftwerk Doel bei Antwerpen gearbeitet haben, sind offenbar vom Dienst suspendiert worden. Nach Medienangaben sollen die drei Sicherheitsleute im Kontrollraum gewesen sein, als die Schmierölanlage des Atommeilers Doel 4 sabotiert worden ist.

Angeblich sollen die drei betroffenen Mitarbeiter ohne direkte Angabe von Gründen ihres Auftrags enthoben worden sein. Allerdings habe Securitas angedeutet, dass sie eine andere Aufgabe außerhalb des Kernkraftwerks erhalten haben, weil derzeit Ermittlungen nach der Sabotage an der Schmierölanlage des /Meilers Doel 4 laufen würden.

Diese Anlage wurde am 5. August sabotiert, wonach rund 65.000 l Schmieröl ausgelaufen waren, weil jemand bisher unerkannt ein Handrad zugedreht hatte. Dies hatte auch zufolge, dass die zu schmierende technische Anlage des Meilers heiß gelaufen und dadurch beschädigt wurde.

Doel 4 ist wegen der entsprechenden Reparaturarbeiten für die Dauer von einigen Monaten vom Netz genommen worden, was auch einer der Gründe für die Panik vor Stromknappheit in Belgien, weil auch andere Meiler derzeit defekt sind und keine Energie produzieren.

Die drei von Dienst im Kernkraftwerk suspendierten Sicherheitsmitarbeiter waren am Tag der Sabotage im Kontrollraum des Kernkraftwerks, in dem Bilder der Kameraüberwachung aus allen Bereichen dieser Einrichtung ankommen und auf Bildschirmen beobachtet werden müssen.

Die drei Securitas-Mitarbeiter sollten an diesem Tage auch die mit einem Badge-System ausgerüsteten Ein- und Ausgänge kontrollieren. Nach Angaben eines Experten kann den Sicherheitsleuten nicht vorgeworfen werden, direkt an der Sabotage beteiligt gewesen zu sein, denn sie waren zur Zeit der Tat eben in diesem Kontrollraum.