Deutschspr. Gemeinschaft zu Gast im Brüsseler Flagey

Der Direktor des Kulturzentrums im Flagey, dem früheren Brüsseler Rundfunkhaus am gleichnamigen Platz, Gilles Ledure und die Kulturministerin der Deutschsprachigen Gemeinschaft Isabelle Weykmans (PFF/MR) haben in der DG-Hauptstadt Eupen ein gemeinsames Abkommen unterzeichnet, nach dem das Flagey Kultur aus Ostbelgien fördern wird.

Das Abkommen zwischen dem Flagey-Kulturzentrum und der Deutschsprachigen Gemeinschaft gilt für die Dauer von drei Jahren, wie brusselneuws.be, die Webseite der Brüsseler Stadtzeitung Brussel Deze Week (BDW) dazu meldet.

„Flagey steht allen drei Gemeinschaften in Belgien offen. Bisher fehlte aber eine mit ihrer eigenen Kultur“, so Gilles Ledure. Das gemeinsame Abkommen sieht eine Bezuschussung des Brüsseler Kulturzentrums vor. Im Gegenzug wird dieses Zentrum mit ihren von besonders hoher Akustik geprägten Konzertsaal (Foto) Künstler und Talente aus dem deutschsprachigen Landesteil in Belgien im Osten des Landes fördern und deren Auftritte ins Programm aufnehmen.

DG-Kulturministerin Weykmans zeigte sich erfreut darüber, dass deutschsprachige Künstler in der belgischen Hauptstadt jetzt mehr Möglichkeiten haben, um auftreten oder ausstellen zu können. Das Flagey öffne mit dieser Kooperation seine Türen für deutschsprachige Kulturschaffende aus Ostbelgien und auch für Deutsche.

Zeitgenössische Musik

Am 22. Oktober findet ein erstes Konzert mit DG-Künstlern im Flagey statt. Im Rahmen des Ostbelgienfestivals tritt das Ensemble 88, dass sich aus Musikern aus dem niederländischen Südlimburg und aus Ostbelgien zusammenstellt. Das Ensemble 88 führt dabei Werke der zeitgenössischen ostbelgischen Komponisten Wolfgang Delnui, Paul Pankert und Christian Klinkenberg auf.