EU-Kommissarin für Arbeit und Soziales

Die flämische Christdemokratin Marianne Thyssen wird als belgische EU-Kommissarin das Ressort Arbeit und Soziales übernehmen. Damit ist sie z.B. für den freien Verkehr von Arbeitskräften in der Europäischen Union zuständig. Zuerst aber werden ihre Fähigkeiten vom zuständigen Kompetenzausschuss der Kommission geprüft.

Der neue EU-Kommissionsvorsitzende Jean-Claude Juncker stellte am Mittwochmittag sein neues Gremium vor. Marianne Thyssen (CD&V/EVP) übernimmt das Amt der EU-Kommissarin für Arbeit und Soziales von dem Ungarn Laszlo Andor, der der neuen Juncker-Kommission nicht mehr angehören wird.

In den Kreis der Vizevorsitzenden der Europäischen Kommission ist Thyssen aber nicht aufgenommen worden. Doch ihre Aufgabe gehört zu den wichtigsten Bereichen innerhalb der EU, ist sie doch zuständig für den freien Verkehr von Arbeitskräften innerhalb der Union.

Die neue EU-Kommission besteht aus 28 Mitgliedern - je ein Vertreter aus jedem EU-Mitgliedsland, inklusive des neuen Vorsitzenden Jean-Claude Juncker. Neun Mitglieder davon sind Frauen. Sieben EU-Kommissare sind auch Vizevorsitzende der Kommission. Die bisherige italienische Außenministerin Federica Mogherini wird EU-Außenbeauftragte, was allerdings bereits seit längerem bekannt ist.

Die neue EU-Kommission zieht sich in den kommenden beiden Tagen in eine Art „Konklave“ zurück, um sich auf die Anhörungen im Europäischen Parlament vorbereiten zu können. Dort müssen die neuen Kommissare beweisen, ob sie auch wirklich für ihr neues Amt geeignet sind. Läuft alles glatt, nimmt die Juncker-Kommission ab dem 1. November ihre Arbeit auf.