Doel 1 und 2: Teure Investitionen nötig

Die Atomreaktoren Doel 1 und Doel 2 könnten länger am Netz bleiben, aber dann müsste viel Geld investiert werden. Das erklärte eine Sprecherin von Electrabel. Die Vorbereitungen für eine Laufzeitverlängerung würden auch mehrere Monate dauern. Die Entscheidung über eine Laufzeitverlängerung fällt während den Koalitionsverhandlungen.

Geplant war, die beiden ältesten Reaktoren des Atomkraftwerkes von Doel Ende nächstes Jahr abzuschalten. Die Parteien, die über einen neue belgische Regierungskoalition verhandeln, wollen eine Laufzeitverlängerung nicht ausschließen, um Stromengpässe in Belgien zu verhindern.

Sollte diese Entscheidung fallen, dann sind erhebliche Investitionen notwendig. Das stellte Electrabel-Sprecherin Anne-Sophie Hugé klar. „Wir reden über mehrere Millionen Euro“.

Der Energiedienstleister Electrabel betreibt das Atomkraftwerk und hatte sich bereits auf die Schließung der beiden Reaktoren Ende 2015 eingestellt. Deshalb wurden bestimmte Wartungsarbeiten nicht mehr ausgeführt und es wurde auch kein neues Uran bestellt. Alleine das würde viele Monate dauern.

Eine Laufzeitverlängerung wäre sowieso nur dann rentabel, wenn sie mindestens fünf Jahre beträgt. Nur wenn eine langfristiger Zeitperspektive besteht, will Electrabel die notwendigen millionenteuren Investitionen tätigen. Die Laufzeitverlängerung des gleich alten Reaktors Tihange 1 kostete bisher schon 600 Millionen Euro.