Delhaize: Selbständige Märkte auch unter Druck

Die Delhaize-Warenhaus-Gruppe steht weiter unter wirtschaftlichem Druck. Inzwischen arbeiten nicht nur einige der 138 eigenen Supermärkte mit Verlusten, sondern auch mehrere Delhaize-Filialen, die als Franchise-Unternehmen geführt werden, verlieren Marktanteile. Damit verliert die Delhaize-Gruppe weitere Einkommensquellen.

Nach Meldungen einiger belgischer Tageszeitungen stehen nicht nur die 138 von Delhaize selbst geführten Supermärkte unter wirtschaftlichem Druck, sondern auch mehrere der insgesamt 530 selbständigen Warenhäuser, die unter dem Delhaize-Logo firmieren. Neuste Zahlen belegen, dass die Umsätze und die Zahl der Kunden von Delhaize im Juli dieses Jahres jeweils um mehr als 3 % gesunken sind.

Das wird als überraschend gewertet, denn seit je her gelten gerade die als Franchise-Unterhemen geführten Delhaize-Filialen als besonders starke Verdienstquellen der Gruppe. Doch jetzt muss Delhaize in Belgien klein beigeben und zugeben, dass auch hier derzeit Verluste eingefahren werden. Beobachter warnen vor größeren Problemen bei Delhaize, als erwartet, wenn auch die Betreiber von selbständigen Warenhäusern der Gruppe in eine negative Spirale geraten.

Die Delhaize-Gruppe befindet sich seit einiger Zeit in schwerem Fahrwasser und plant die Schließung von bis zu 14 Märkten. Diesem Schritt sollen bis zu 2.500 Arbeitsplätze zum Opfer fallen. Gespräche des Managements mit den Gewerkschaften führen bisher noch nicht zu brauchbaren Ergebnissen.